|
||||
|---|---|---|---|---|
|
Wer sich den sinnlichen Gemälden von Ulrike Arnold nähert macht sich gleichzeitig vertraut mit der Vielschichtigkeit und dem Farbenreichtum unserer Erde. Denn U.A. malt an ausgesuchten Plätzen mit vor Ort abgegrabenen Erden, Mineralien und Steinen weltweit. Im grosszügigen Foyer der Unternehmungsberatung Booz, Allen & Hamilton auf der Königsallee in Düsseldorf sind nun ausgewählte Resultate ihrer regelmässigen Aufenthalte im Südwesten der USA zu sehen. Benannt sind sie nach den Abgrabe-und Malorten wie z.B. Bisbee,Paradise,Flagstaff in Arizona.Ebenso sind Bilder aus Island,Togo,Madagaskar,Armenien sowie Australien und Tassili in der Sahara zu sehen.Als Bildträger dienen der Künstlerin sichtbare wie versteckte Felswände(in der Ausstellung dokumentiert durch Irisdrucke)und-in der Mehrzahl grossformatige Leinwände.U.A. sucht der Komplexität,der Besonderheit von bestimmten Landschaftenund magischen Stätten intuitiv nachzuspüren.Ihre Malerei ist ortsgebunden,jedoch nicht ortsbeschreibend.Weder gibt sie die sichtbare Umgebung wieder ,noch widmet sie sich einer geologisch-wissenschaftlichen Illustration.Ihre abstrakt-lyrischen Landschaftsportraits spiegeln die von der persönlichen Befindlichkeit abhängige Wahrnehmung von Orten.Es sind überwiegend zivilisationsferne Landstriche,in deren Einsamkeit sie sich wochenlang den mitunter extremen klimatischen Bedingungen aussetzt. Die hier wirksamen Kräfte werden von ihr "eingefangen" und gebündelt.Gleichwohl atmen ihre Arbeiten nicht selten eine scheinbare Unbegrenztheit,wirken sie wie verläßliche Teile des Ganzen.Ihre Strukturen,Formen und Farben bilden einen Mikrokosmos der auf die natürliche Größe,Erhabenheit,aber auch Vergänglichkeit von entlegenen und exponierten irdischen Flecken verweist.Der geneigte Betrachter kann diesen Kosmos unabhängig von der Assoziation einengenden Titeln etwa vogelgleich "erkunden".Er kann sich von der verhaltenen Wirkung in Bann ziehen,von dem leuchtendem Gelb,sattem Grün,tiefen Blau sowie warmen Rot betören lassen.Die in Düsseldorf geborene Künstlerin studierte von 1980-86 an der Kunstakademie bei Prof.Klaus Rinke(Meisterschülerin)und lebt teilweise in Wuppertal. Die Ausstellungskonzeption wurde von dem Bühnenbildner Moritz Schröder entwickelt. Engelbert Broich Text zur Ausstellung "Erdbilder aus fünf Kontinenten" bei Booz, Allen & Hamilton, Düsseldorf 1999 |
||||